Ghostwriting im Studium

Tasja Bürger · 05.08.2021 · 3 Minuten Lesezeit

Im Jahr 2018 ist man davon ausgegangen, dass sich mindestens 10.000 Studierende ihre Abschlussarbeiten von einem Ghostwriter haben schreiben lassen. Da die Zahlen nur sehr schwer zu erheben sind, wird die Dunkelziffer sehr viel höher liegen. Den zahlreichen Anbietern nach zu urteilen dürfte das Ghostwriting ein lukratives Millionengeschäft sein.

Ghostwriting im Studium

Was bedeutet Ghostwriting?

Wir alle hören oder lesen fast täglich Texte und Reden, die von Redenschreibern verfasst wurden und von jemand anderem als sein geistiges Erzeugnis weitergetragen werden - in der Politik ist das an der Tagesordnung. Ghostwriting bedeutet also das Fremdverfassen von sinnhaften Texten.

Warum Ghostwriter eingesetzt werden

Nicht in jedem Studienfach ist das Schreiben von Haus- und Projektarbeiten an der Tagesordnung. In vielen Studienfächern werden im Laufe des Studiums nur wenige Hausarbeiten geschrieben. Dass die Abschlussprüfung des Studiums eine schriftliche, wissenschaftliche Arbeit ist, stellt viele Studierende daher vor eine enorme Herausforderung.
Um sich die Abschlussnote des Studiums nicht durch die Abschlussprüfung zu versauen, suchen sich Einige dafür externe “Hilfe”.

Betrug oder Hilfestellung?

Ist Ghostwriting im Studium nun erlaubt oder nicht? Ganz so einfach lässt sich das nicht beantworten. Denn es muss unterschieden werden, wie umfangreich die Hilfe durch einen Ghostwriter war. So erlauben Hochschulen und Universitäten grundsätzlich das Überarbeiten durch Dritte von wissenschaftlichen Arbeiten. Zum Beispiel durch ein Lektorat oder Korrektorat. Einige Universitäten empfehlen sogar die Abschlussarbeit durch einen Experten auf Fehler prüfen zu lassen. Das Ausarbeiten eines Themas, die Recherche und Sichtung der Literatur sowie das Schreiben der Arbeit muss allerdings durch den Studierenden selbst erfolgen.

Wenn du dir also Hilfe bei der Korrektur deiner geschriebenen Abschlussarbeit holst, um Fehler zu finden und dadurch die Qualität der Prüfung zu verbessern, ist dies erlaubt. Lässt du deine Arbeit jedoch von einem Dritten recherchieren und schreiben, so handelt es sich hierbei um Betrug und ist demnach verboten.

Ghostwriting kann, richtig eingesetzt, sehr hilfreich und eine große Unterstützung sein. Lässt du die eigenen Hausarbeiten durch einen Ghostwriter lektorieren, können Fehler der Rechtschreibung und Grammatik korrigiert werden. Zudem erkennt ein (guter) Ghostwriter, ob die Arbeit wissenschaftlich verfasst ist. Diese Überprüfung und Hinweise können dir helfen, deine Fähigkeiten zu verbessern und sogar deine Noten aufzubessern.

Die eigene Hausarbeit oder Abschlussprüfung, durch einen Ghostwriter Fremdverfassen zu lassen, ist, wie eingangs erwähnt, natürlich untersagt. Nicht umsonst wird der eigenen wissenschaftlichen Arbeit eine eidesstattliche Erklärung beigefügt, in welcher man ausdrücklich unterschreibt, die Arbeit selbst verfasst zu haben. Zudem müsst ihr euch vor eurem Kolloquium sowieso sehr intensiv mit eurer Abschlussarbeit auseinandersetzen, dann könnt ihr diese auch gleich selbst verfassen :-)

Wie du einen guten Ghostwriter findest

Auf diese drei Dinge solltest du achten, wenn du auf der Suche nach einem Ghostwriter bist:

  • Begib dich rechtzeitig auf die Suche, denn das Lektorieren einer wissenschaftlichen Arbeit nimmt viel Zeit in Anspruch
  • Suche dir einen seriösen Anbieter, welche über positive Bewertungen, einen Kundenservice und transparente Preisstrukturen verfügt
  • Ein gutes Lektorat oder Korrektorat lässt dir im Vorfeld ein unverbindliches Angebot zukommen und bespricht mit dir den Ablauf der Dienstleistung. Zudem gibt es dir Auskunft darüber, ob diese mit der Korrektur von wissenschaftlichen Abschlussarbeiten vertraut sind

Fazit

Das Verfassen der eigenen Abschlussarbeit kann einige Zeit in Anspruch nehmen, da kann man schon mal den Blick für Details, wie zum Beispiel Zeichensetzung und Grammatik verlieren. In einem solchen Fall kann eine Expertenmeinung dabei helfen, deine Note zu verbessern.


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