Kolloquium - was genau ist das eigentlich?

Tasja Bürger · 02.07.2021 · 3 Minuten Lesezeit

Die meisten Studierenden an deutschen Hochschulen müssen für ihre Bachelor- und Masterarbeit an einem Kolloquium teilnehmen. Was das genau ist und wie du dich darauf vorbereiten kannst, erzählen wir dir in unserem neuen Artikel.

Kolloquium - was genau ist das eigentlich?

Kolloquium - was ist das eigentlich?

Beim Kolloquium handelt es sich umgangssprachlich um die Verteidigung der Bachelor- und Masterarbeit. Das Wort Kolloquium entspringt dem Lateinischen und bedeutet übersetzt “Gespräch”.
An fast allen deutschen Hochschulen gehört ein Kolloquium zur Prüfungsverordnung. Dieses müssen Studierende vor Prüfern absolvieren. In der Regel findet das Kolloquium nach der Abgabe der Abschlussarbeit statt und dient als eine Art mündliche Prüfung über eure wissenschaftliche Arbeit. In den meisten Fällen ergibt sich die Gesamtnote eurer Abschlussarbeit aus der schriftlichen Arbeit sowie dem Kolloquium, welches ebenfalls benotet wird.

Ablauf

Damit du eine Vorstellung davon bekommst, wie so ein Kolloquium abläuft, haben wir dir einen Überblick zusammengestellt. Der genaue Ablauf hängt natürlich von deiner Hochschule und deinen Prüfern ab.
In der Regel dauert die Verteidigung zwischen 30 und 60 Minuten. Dabei beginnt das Kolloquium mit einer von dir vorbereiteten Präsentation zu deiner Abschlussarbeit, die etwa 20 Minuten dauert. Je nach Prüfungsverordnung oder Wunsch der Prüfer kann diese als PowerPoint-Präsentation oder als mündlicher Vortrag von dir gehalten werden.
Hierbei solltest du deine Thesen, deine wissenschaftlichen Ergebnisse und das daraus resultierende Fazit präsentieren. Zudem solltest du deutlich machen, warum das Thema und deine gewählte Fragestellung wissenschaftlich relevant ist und du dich dafür entschieden hast.
Nach deiner Präsentation beginnt eine Diskussionsrunde. Dabei stellen dir deine Prüfer einige Fragen zu der Arbeit. Angst brauchst du davor keine zu haben, schließlich hast du dich wochenlang intensiv mit der Thematik auseinandergesetzt und lange an dieser Abschlussarbeit geschrieben.

Tipps zur Vorbereitung

Wie bei jeder Prüfungsleistung solltest du dich auch auf das Kolloquium sorgfältig vorbereiten.
Wir haben ein paar Tipps für dich, was du vor und während der Verteidigung beachten solltest:

>Vor dem Kolloquium:

  • Checke sorgfältig die Prüfungsverordnung bzw. informiere dich bei deinen Prüfern, welche Hilfsmittel für die Verteidigung erlaubt sind (Notizen etc.)
  • Prüfe die Ausstattung im Präsentationsraum (Beamer, Kabel etc.)
  • Übe deine Präsentation vor Freunden oder Familie, auch um dein Zeitmanagement zu kontrollieren
  • Lese dir deine Abschlussarbeit nochmal im Detail durch, um alle Fakten drauf zu haben

Während des Kolloquiums:

  • Bereite dich gut vor, sodass du frei und sicher sprechen kannst
  • Lass dich nicht aus der Ruhe bringen, schließlich bist du bei dem Thema der Profi
  • Hole bei der Präsentation nicht zu weit aus, schließlich haben deine Prüfer die Abschlussarbeit bereits gelesen

Auf folgende Fragen solltest du die Antworten wissen

Natürlich hängt es von deinen Prüfern ab, welche Fragen in der Diskussionsrunde auf dich zukommen. Trotzdem haben wir dir hier ein paar typische Fragen zusammengestellt:

  • Warum hast du dich für dieses Thema entschieden?
  • Inwiefern ist das Thema relevant für deinen Fachbereich?
  • Erläutere folgende These aus deiner Arbeit: (...)
  • Warum hast du dich für eine quantitative oder qualitative Befragung entschieden?
  • Warum hast du das (...) in deiner Arbeit nicht berücksichtigt?
  • Inwiefern werden deine Thesen bestätigt / widerlegt?
  • Inwieweit lassen sich deine Ergebnisse auf ähnliche Fälle anwenden?

Fazit

Da das Kolloquium ein Gespräch rund um deine verfasste Bachelor- oder Masterarbeit ist, musst du keine Angst haben, dass etwas drankommt, was du nicht gelernt hast. Wenn du dich also sorgfältig auf die Präsentation vorbereitest und dir schon mal ein paar Antworten auf Fragen zurechtlegst, kann das nur gut werden!


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