Prüfungsangst? Wir haben Tipps, was du dagegen tun kannst

Tasja Bürger · 04.06.2021 · 4 Minuten Lesezeit

Jeder geht mit Prüfungssituationen anders um. Manche haben gar keine Probleme damit und andere bekommen regelrecht Panik, wenn sie nur an eine bevorstehende Prüfung denken. Wie sich Prüfungsangst bemerkbar macht und was du dagegen tun kannst, erfährst du in unserem neuen Artikel.

Prüfungsangst? Wir haben Tipps, was du dagegen tun kannst

Prüfungsangst, was ist das?

Prüfungsangst äußert sich dadurch das die betroffene Person Angst vor und während einer Prüfungssituation verspürt. Diese Angst führt dazu, dass die Leistungsfähigkeit beeinträchtigt ist.
Die Bewertungssituation setzt den Betroffenen so sehr zu, dass folgende Symptome auftreten können:

  • (starkes) Schwitzen am ganzen Körper
  • Unruhe und Aufregung
  • Zittern
  • Herzklopfen
  • Übelkeit
  • Schwindelgefühl bis hin zur Ohnmacht (in Extremfällen)

Angst ist die Reaktion des Organismus auf eine (vermeintlich) bedrohliche Situation. Wenn Studierende unter Prüfungsangst leiden, ist das für die Betroffenen eine sehr schwierige Situation. Denn im Studium ist man häufig einer solchen Bewertungssituation ausgesetzt. Spätestens am Ende eines jeden Semesters müssen mündliche oder schriftliche Prüfungen, Präsentationen oder Hausarbeiten absolviert werden.
Zudem kann es für Studenten und Studentinnen, welche unter Prüfungsangst leiden, bereits in Gruppenarbeiten zu unangenehmen Situationen kommen, wenn man zum Beispiel vor der Gruppe das ausgearbeitete Material vorstellen muss.
Eine solche Angst kann unterschiedlich ausgeprägt sein.

Tipps, wie du deine Prüfungsangst in den Griff bekommst

Wir haben einige Tipps zusammengetragen, welche dir dabei helfen sollen, deine Aufregung und Anspannung in Prüfungssituationen zu senken. Sie können dafür sorgen, dass du dich beruhigst und dich auf die eigentliche Aufgabe fokussieren kannst.

Autogenes Training

Das autogene Training ist ein Entspannungsverfahren und kann als eine Form der Selbsthypnose bezeichnet werden. Bei dieser Methode lernt man das vegetative Nervensystem positiv zu beeinflussen. Dabei werden Blutdruck, Atmung und der Kreislauf angesprochen. Das Training sorgt dafür, dass man seine innere Ruhe findet. Wenn man das Training einmal erlernt hat, lässt es sich in jeder Situation anwenden. Wenn du daran Interesse hast, findest du zahlreiche Übungen davon im Internet.
Es gibt viele Übungen, die du prima vor dem Schlafengehen trainieren kannst.

Muskeln entspannen

Wenn du mit Prüfungsangst zu kämpfen hast, wirst du vermutlich die Situation kennen, dass sich deine Muskeln vor Anspannung verkrampfen (vielleicht bekommst du das auch gar nicht mit). Damit sich nicht mehr alle Gedanken um die stattfindende Bewertungssituation drehen, kannst du anfangen mit den Zehen zu wackeln. Klingt komisch, sorgt aber dafür das sich angespannte Muskeln wieder entspannen. Zeitgleich nimmst du dir kurz Zeit, um an etwas komplett anderes zu denken (deine Zehen :-) ). Deine Gedanken sind danach freier und du bist entspannter.

Zeit nehmen

Befindest du dich in einer Prüfungssituation, dann starte nicht gestresst mit der ersten Aufgabe. Nimm dir ein paar Sekunden Zeit, um durchzuatmen und die ganze Situation auf dich wirken zu lassen. Das hilft auch bei mündlichen oder praktischen Prüfungen. Keiner wird es dir anmerken, wenn du zwei bis dreimal tief durchatmest, bevor du die Prüfung startest.
Bei schriftlichen Prüfungen empfiehlt es sich (sofern es der Prüfungsaufbau zulässt) mit den einfachsten Aufgaben zu beginnen. Dein Gehirn speichert dabei die Erfolgserlebnisse der bereits absolvierten Aufgaben ab, was dich wiederum für die ausstehenden Aufgaben motiviert.

Fit & ausgeschlafen sein

Damit du deine volle Leistung in einer Prüfung abrufen kannst, insbesondere wenn du in solchen Situation schon häufig Schwierigkeiten hattest, solltest du ausgeruht und ungestresst zur Prüfung erscheinen. Bist du unter Zeitdruck, weil du zu spät aufgestanden bist oder deinen Zug verpasst hast, startet die gesamte Situation schon schlecht. Achte also darauf, dass du dich nicht hetzen musst und ausgeschlafen bist. Zudem solltest du dich (zumindest in deiner Prüfungszeit) gesund ernähren, denn das gibt dem Körper Energie und Leistungsfähigkeit. Fast Food hingegen macht ihn schlapp und müde.
Optimal ist es mit Sport für einen freien Kopf zu sorgen. Dabei kannst du abschalten und auf andere Gedanken kommen. Du tankst dabei Kraft, um gestärkt weiterzulernen oder in die Prüfung zu gehen.

Lass dich nicht von anderen irre machen

Man kennt es noch aus der Schule: vor einer Klassenarbeit tummeln sich alle vor dem Klassenraum und jeder fragt jeden was er gelernt hat und was wohl drankommen wird. Hinzukommt, dass es in diesem Moment eh zu spät ist, um zu erfahren, ob man etwas vergessen hat zu lernen. Zudem ist es extrem kontraproduktiv und steigert die Nervosität nur noch ins Unermessliche. Auch Studenten und Studentinnen neigen vor Prüfungen zu diesem Verhalten. Dem solltest du aus dem Weg gehen. Stelle dich etwas abseits, setze Kopfhörer auf und lasse dich von der (zusätzlichen) Aufregung nicht anstecken! Was du in diesem Moment nicht kannst, wirst du in so kurzer Zeit auch nicht mehr lernen. Also wieso damit verrückt machen? Konzentriere dich auf dich!

Fazit

Natürlich ist es wichtig, insbesondere wenn du mit Prüfungsangst zu kämpfen hast, dass du dich bestmöglich auf deine anstehende Prüfung vorbereitest. Denn, wenn der Lernstoff gut sitzt, schmälert es das Risiko einen kompletten Blackout zu bekommen bzw. von dem Gelernten gar nichts abrufen zu können.


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